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Was tun bei Wespennest und Wespenbefall?

Allen voran gilt: Ruhe bewahren aber dennoch Vorsicht walten lassen. Gerade wenn sich Nester am oder im Haus befinden, verfallen einige Menschen regelrecht in Panik. Selbst dann, wenn sie die Insekten über Monate hinweg gar nicht bemerkt haben und nur durch Zufall auf das Nest stoßen. Gerne wird dann auch sofort zu Schädlingsbekämpfung aus der Flasche gegriffen, doch das ist meist vollkommen unnötig und sogar unsinnig. Sinnvoll ist es hingegen, Schutzmaßnahmen zu ergreifen und sich bei Bedarf professionelle Hilfe ins Haus zu holen.

Das Haus schützen

Anstatt chemischer Schädlingsbekämpfung, ist mechanischer Schutz meist die bessere und wirkungsvollere Hilfe gegen die Insekten. Fliegengitter an den Fenstern und Lamellen an den Türen schützen die Eingänge und sorgen dafür, dass sich die Wespen nicht nach drinnen verirren.
Werden Essenreste stets umgehend außerhalb und soweit wie möglich vom Haus entfernt entsorgt, Lebensmittel geruchsdicht aufbewahrt und Obst sowie Gemüse im Kühlschrank gelagert, haben die Wespen zudem gar keinen Grund, den Weg in die Küche zu suchen. Das gilt sogar dann, wenn die Nester in unmittelbarer Nähe von Haus oder Wohnung zu finden sind.

Was tun bei Wespennest im Haus?

Findet sich die Nester auf dem Dachboden, im Rollladenkasten oder direkt an einem Fenster, können die Wespen trotz Fliegengitter ungehindert in Räume eindringen oder sich durchaus verirren. Abhilfe schafft hier die Abdichtung der Eingangslöcher. Werden Dachboden oder Keller ohnehin nicht täglich genutzt, reicht es oftmals sogar, die jeweiligen Türen von außen mit Fliegengitter-Lamellen zu schützen und Lücken sowie Schlüssellöcher zu verschließen.

Wichtig zu wissen ist, dass Wespen ein Nest jeweils nur für eine Saison benutzen. Bereits Ende des Sommers verschwinden die Insekten wieder. Um einen Neubezug zu verhindern, sollten vorhandene Nester dann entfernt werden. Damit es nicht zum Neubau eines Nest im oder am Haus kommt, sind Fenster und Schwachstellen am Dach abzudichten. Der Zugang zum Rollladenkasten kann mit speziellem Wespenschaum verschlossen werden.

Was tun bei Wespennest? – Entfernung und Versetzen

Auf die Frage ‚Was tun bei Wespennest und Wespenbefall?‘ lautet die Antwort von vielen immer noch sofortige Zerstörung oder Entfernung. Dabei stehen Wespen unter Naturschutz und ohne Genehmigung Nester zu zerstören oder auch nur unerlaubt umzusiedeln kann mit hohen Geldstrafen geahndet werden.
Ganz zu schweigen davon, dass Ausräuchern, Verbrennen, Umsetzen, Ertränken oder chemische Schädlingsbekämpfung in Eigenregie trotz vermeintlicher Vorsicht schnell gefährlich werden kann. Zudem sind Wespen eine echte Hilfe im Garten. Sie halten andere Insekten fern und verteidigen ihr Revier sogar gegen weitere Wespenvölker. Nicht selten kommt es daher nach der Schädlingsbekämpfung der Wespen zu Schädlingsplagen.

Was tun bei Wespennest und Allergie?

Geht von den Nestern trotz aller Vorsicht eine direkte Gefahr aus, beispielsweise weil Allergien gegen die Stiche bestehen, sollte ein Schädlingsbekämpfer hinzugezogen werden. Dieser kann feststellen, ob es sich um eine geschützte Wespenart handelt und wie gegen diese vorgegangen werden kann.
Bei einer bekannten Allergie sollte zudem jederzeit eine entsprechende Notfallspritze mitgeführt werden.

Extra-Tipp: Für lange Zeit half die Feuerwehr dabei, Wespennester umzusetzen oder sicher zu beseitigen. Seitdem die Insekten unter Naturschutz stehen, ist das nicht mehr möglich.

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